Verschiedene Katana Arten im Überblick: Tachi, Katana, Wakizashi, Tanto und Nodachi auf traditionellem Schwertständer

Katana Arten: Alle japanischen Schwerttypen im Überblick 2026

Die Frage welche Katana Arten gibt es gehört zu den häufigsten unter Einsteigern und Sammlern japanischer Schwerter. Das Wort Katana bezeichnet im Deutschen oft pauschal jedes japanische Schwert, doch in der Fachsprache beschreibt es eine ganz bestimmte Kategorie. Japanische Schwerter werden nach Klingenlänge, Trageart und Epoche in verschiedene Typen gegliedert. In diesem Ratgeber erhalten Sie einen vollständigen Überblick über die Typen japanischer Schwerter, ihre geschichtliche Entwicklung und ihre heutige Relevanz für Sammler und Praktizierende.

Inhaltsverzeichnis

Überblick: Welche Katana Arten gibt es?

Die wichtigsten japanischen Schwertarten lassen sich in sieben Hauptkategorien gliedern, die sich nach Klingenlänge, Krümmung und historischem Kontext unterscheiden. Tachi (vor 1400, gehängt, lange Kavallerieklinge), Katana (nach 1400, getragen im Obi, Hauptwaffe des Samurai), Wakizashi (Zweitschwert, Innenraum), Tanto (Dolch, letzte Verteidigung), Nodachi und Odachi (Überlängenschwert, Schlachtfeld), Ninjato (kurze gerade Klinge der Ninja, historisch umstritten), Chokuto (ur-japanisches gerades Schwert vor der Heian-Zeit).

Die Unterscheidung ist nicht rein akademisch. Jede Form hatte einen spezifischen Zweck, eine eigene Trageart und eine eigene Kampftechnik. Wer heute eine Klinge kauft, sollte die Kategorie verstehen, um die richtige Wahl für Sammlung, Training oder Ausstellung zu treffen.

Klassifizierung nach Klingenlänge

Die offizielle Klassifikation der japanischen Schwerter erfolgt nach der Nagasa, der Schneidenlänge vom Machi (Klingenabsatz) bis zur Kissaki-Spitze. Diese Einteilung stammt aus der Edo-Zeit und ist bis heute gültig.

  • Tanto: Nagasa unter 30 cm (1 Shaku).
  • Wakizashi: Nagasa 30 bis 60 cm (1 bis 2 Shaku).
  • Katana (Uchigatana) und Tachi: Nagasa 60 bis 73 cm (2 bis 2,4 Shaku).
  • O-Katana oder Chu-Tachi: Nagasa 73 bis 90 cm (2,4 bis 3 Shaku).
  • Nodachi oder Odachi: Nagasa über 90 cm (über 3 Shaku).

Die Krümmung (Sori) und die Art, wie die Klinge getragen wird (Schneide oben oder unten), unterscheiden zusätzlich Tachi von Katana, obwohl beide in die gleiche Längenkategorie fallen.

Historische Periodisierung der Nihonto

Die japanische Schwertkunde unterteilt die Geschichte der Nihonto in fünf große Epochen, die jeweils eigene stilistische Merkmale geprägt haben.

  • Koto-Periode (vor 1596): alte Schwerter, vor allem Tachi, mit starker Sori und zahlreichen regionalen Schulen (Bizen, Yamashiro, Yamato, Soshu, Mino).
  • Shinto-Periode (1596 bis 1780): neue Schwerter der Edo-Zeit, meist Katana mit mäßiger Sori, oft mit prachtvoller Koshirae.
  • Shinshinto-Periode (1780 bis 1876): Revival-Schmieden greifen antike Koto-Stile wieder auf.
  • Gendaito-Periode (1876 bis 1945): moderne, oft militärisch genutzte Schwerter der Meiji-, Taisho- und frühen Showa-Zeit.
  • Shinsakuto-Periode (ab 1953): zeitgenössische Schwerter, geschmiedet nach traditionellen Methoden durch lizenzierte Mukansa- oder Juyo-Schmiede.

Für Sammler ist die Koto- und Shinto-Periode besonders relevant, weil die stilistische Reinheit und handwerkliche Qualität dieser Epochen als Benchmark gilt. Moderne Hochkohlenstoffstahl-Klingen orientieren sich am Shinto-Stil, der heute als klassischer Katana-Look gilt.

Tachi

Das Tachi ist die älteste bekannte Form des gekrümmten japanischen Langschwerts, entwickelt in der Heian-Zeit (794 bis 1185) und dominant bis zur späten Muromachi-Zeit (ca. 1400). Die Klinge ist deutlich stärker gekrümmt als das spätere Katana, mit einer Sori von 2 bis 4 Zentimetern. Die Gesamtlänge beträgt 75 bis 90 Zentimeter.

Das Tachi wurde mit der Schneide nach unten an der Hüfte aufgehängt (Tate-Hagi), was vor allem für den Kampf zu Pferd praktisch war. Die Samurai der Kamakura-Zeit (1185 bis 1333) trugen Tachi als primäre Waffe. Berühmte Tachi-Schmiede waren Yasutsuna in Hoki und Tomonari in Bizen. Heute sind echte historische Tachi in japanischen Museen oder bei Auktionen ab 30.000 Euro erhältlich. Für Sammler bieten wir verschiedene moderne Interpretationen mit tachi-ähnlicher Krümmung im Bereich Premium-Katana.

Katana (Uchigatana)

Das Katana (wörtlich: Schwert) entstand in der späten Muromachi-Zeit (ab ca. 1400) als Weiterentwicklung des Tachi. Die wichtigste Neuerung: die Klinge wird mit der Schneide nach oben in den Obi (Gürtel) gesteckt, Nagasa 60 bis 73 Zentimeter, Sori etwa 1,5 bis 2,5 Zentimeter. Dadurch ist ein schneller Zug-Schnitt (Iai-Nuki) in einem einzigen Bewegungsablauf möglich.

Das Katana wurde zur Hauptwaffe des Samurai und blieb es bis zur Meiji-Restauration 1868. Die klassische Form Shinogi-Zukuri mit Chu-Kissaki-Spitze definiert bis heute das Bild des japanischen Schwerts. Bekannte Katana-Schmiede der Shinto-Periode (1596 bis 1780): Umetada Myoju, Horikawa Kunihiro, Hankei. Moderne Katana von Katana Schmiede folgen dieser klassischen Form. Beispiele: das Tokyo Katana, das Hiroshima Katana Premium Edition oder das Hekinan Katana.

Wakizashi

Das Wakizashi (wörtlich: Seitenblatt) ist das klassische Zweitschwert des Samurai. Nagasa 30 bis 60 Zentimeter, Sori ähnlich dem Katana. Es wurde parallel zum Katana im Obi getragen (das Daisho, das Paar aus Daito und Shoto, war das Standesabzeichen des Samurai).

Der Zweck des Wakizashi war dreifach: Verteidigung in engen Innenräumen, wo ein langes Katana zu unhandlich wäre, Ausführung des rituellen Seppuku (Bauchschnitt), und als Waffe für Nicht-Samurai (Kaufleute, Handwerker), denen das Katana verboten war. Die Klinge ist vollständig differenziell gehärtet, mit allen klassischen Merkmalen eines Katana in verkürzter Form.

Tanto

Das Tanto ist der japanische Dolch, Nagasa unter 30 Zentimeter. Er wurde als letzte Verteidigungswaffe, für präzise Stichkämpfe, für Seppuku-Rituale und als Alltagsmesser eingesetzt. Viele berühmte Tanto der Kamakura- und Nambokucho-Zeit sind als Kulturgut (Kokuho, Juyo Bunkazai) klassifiziert.

Tanto zeigen eine große stilistische Vielfalt: Hira-Zukuri (ohne Shinogi), Shinogi-Zukuri, Yoroi-Doshi (schwere Panzerbrecher-Version mit dickem Klingenrücken). Für Sammler und Interessierte führen wir eine eigene Tanto-Kollektion mit verschiedenen Stilrichtungen.

Nodachi und Odachi

Die Nodachi (Feldschwert) und Odachi (Großschwert) sind Überlängenklingen mit Nagasa über 90 Zentimeter, einige Exemplare erreichen 1,50 bis 2 Meter. Sie waren Spezialwaffen der Schlachtfeld-Kavallerie der Nambokucho- und Muromachi-Zeit (14. bis 16. Jahrhundert) und dienten dem Ansturm gegen Kavallerie und bei Zeremonien als Machtsymbol.

Ein Nodachi wurde auf dem Rücken oder vom Begleiter getragen. Das berühmte Nodachi Norimitsu Odachi im Kibitsu-Schrein misst 3,77 Meter. Heute sind Nodachi vor allem für Sammler und Historiker relevant, praktisches Training mit ihnen ist selten, da die Länge das Handling extrem erschwert.

Ninjato

Das Ninjato (wörtlich: Schwert des Ninja) ist ein umstrittenes Konzept. In der populären Kultur (Filme, Manga) wird es als kurzes, gerades Schwert dargestellt, das die Ninja angeblich benutzten. Historisch ist die Existenz eines eigenen Ninja-Schwerts nur schwach dokumentiert, die Ninja nutzten wahrscheinlich normale Katana oder Wakizashi.

Moderne Repliken von Ninjato zeigen eine gerade Klinge (Chokuto-Form) mit Nagasa von 50 bis 60 Zentimetern und eine quadratische Tsuba. Sie sind vor allem als Kostüm- und Show-Klingen beliebt und finden sich in der Popkultur-Sektion. Unsere Anime-Schwerter-Kollektion enthält Werke, die diese stilistische Vereinfachung übernehmen.

Chokuto

Das Chokuto ist die älteste Form des japanischen Schwerts, vor der Einführung der gekrümmten Klinge in der Heian-Zeit. Es ist gerade, einhändig geführt und entstand unter chinesischem Einfluss. Nagasa 60 bis 80 Zentimeter. Die Form verschwand weitgehend nach 900 n. Chr., als die gekrümmte Klinge militärisch überlegen wurde. Historische Chokuto finden sich heute im Shoso-in-Schatz von Nara.

Naginata und Yari

Zwar keine Schwerter im engeren Sinn, aber kulturell eng verwandt: die Naginata (Stangenwaffe mit gekrümmter Klinge, Länge der Klinge 30 bis 60 Zentimeter, Schaft bis 2,50 Meter) und die Yari (Speer mit gerader Spitze). Die Naginata war traditionell die Waffe der Frauen der Samurai-Familien (Onna-Bugeisha) und der Sohei-Mönche. Die Yari war die Hauptwaffe der Ashigaru-Fußsoldaten der Sengoku-Zeit.

Erkennungsmerkmale jeder Schwertart

Neben der reinen Klingenlänge unterscheiden sich die Katana-Arten durch weitere charakteristische Merkmale: Krümmung (Sori), Querschnitt (Tsukuri-komi), Spitze (Kissaki), Angel (Nakago) und Koshirae. Diese Details sind für den erfahrenen Sammler entscheidend, um Epoche und Schule einer Klinge zuzuordnen.

Krümmungsarten (Sori)

  • Koshi-Zori: stärkste Krümmung nahe der Tsuka, typisch für Koto-Tachi.
  • Tori-Zori: gleichmäßige, sanfte Krümmung in der Klingenmitte, klassisch für Katana.
  • Saki-Zori: Krümmung in Richtung Kissaki, beliebt im späten Muromachi.
  • Uchi-Zori: kaum wahrnehmbare Krümmung, charakteristisch für einige Tanto-Formen.

Spitzenformen (Kissaki)

  • Ko-Kissaki: kleine, kompakte Spitze, klassisch Koto.
  • Chu-Kissaki: mittlere Spitze, Standard bei modernen Katana.
  • O-Kissaki: lange, dominante Spitze, Nambokucho-Zeit und moderne Shinsakuto.
  • Ikubi-Kissaki: seltene gedrungene Spitzenform des 13. Jahrhunderts.

Klingenquerschnitt (Tsukuri-komi)

  • Shinogi-Zukuri: klassischer Querschnitt mit Shinogi-Linie, Standard Katana und Tachi.
  • Hira-Zukuri: flacher Querschnitt ohne Shinogi, typisch Tanto.
  • Shobu-Zukuri: schlichtes Shinogi ohne Yokote, seltene Katana-Variante.
  • Kanmuri-Otoshi-Zukuri: spezielle Form mit reduziertem Klingenrücken.

Tabelle: Alle Arten im Vergleich

Schwertart Klingenlänge (Nagasa) Epoche Hauptnutzung Trageart
Tanto Unter 30 cm Alle Perioden Dolch, Seppuku, Alltagsmesser Am Obi, horizontal
Wakizashi 30 bis 60 cm Ab Muromachi Innenraumverteidigung, Zweitwaffe Am Obi, Schneide oben
Katana 60 bis 73 cm Muromachi bis Meiji Hauptwaffe Samurai Am Obi, Schneide oben
Tachi 75 bis 90 cm Heian bis Muromachi Kavallerieklinge Gehängt, Schneide unten
Nodachi / Odachi Über 90 cm Nambokucho, Muromachi Schlachtfeld, Zeremonie Auf dem Rücken
Ninjato 50 bis 60 cm Edo (umstritten) Spionage, Popkultur Auf dem Rücken
Chokuto 60 bis 80 cm Vor Heian Früh-japanisches Schwert Am Gürtel

Die fünf Traditionsschulen: die Gokaden

Die klassische japanische Schwertkunst kennt fünf große Traditionsschulen, die Gokaden, welche die Koto-Periode geprägt haben. Jede Schule hatte ihre eigene regionale Stilistik, erkennbar an Hamon, Hada und Klingenform.

  • Yamashiro-Den (Kyoto): elegante, feine Klingen mit gerade verlaufendem Suguha-Hamon. Bekannte Schmiede: Sanjo Munechika.
  • Yamato-Den (Nara): klösterliche Tradition mit schlichten, robusten Klingen für die Sohei-Mönche.
  • Bizen-Den (Okayama): produktivste Schule, Heimat zahlreicher Meisterschmiede wie Tomonari, Masatsune und später Nagamitsu. Berühmt für Choji-Hamon.
  • Soshu-Den (Kamakura): innovatives Zentrum unter Masamune, einem der legendärsten Schmiede der japanischen Geschichte. Starkes Notare-Hamon.
  • Mino-Den (Gifu): spätere Schule, entwickelt in der Muromachi-Zeit. Bekannt für robuste Feldschwerter.

Wer die Gokaden versteht, erkennt in jeder antiken oder modernen Klinge die stilistischen Wurzeln und kann Qualitätsmerkmale gezielt prüfen. Für moderne Shinsakuto gilt: die meisten zeitgenössischen Meisterschmieden arbeiten im Soshu- oder Bizen-Stil, weil diese Traditionen die visuell eindrucksvollsten Klingen produzieren.

Welche Katana Art passt zu mir?

Die Wahl der richtigen Katana Art hängt vom Zweck ab:

  • Sammlung und Ausstellung: Ein klassisches Katana aus T10 oder Damaststahl, eingereiht in den mittleren Preisbereich (389 bis 599 Euro). Perfekt für den ersten Sammler-Ankauf.
  • Daisho-Set: Ein Katana mit passendem Wakizashi als Paar. Symbol des Samurai-Erbes, ästhetisch komplett, optisch beeindruckend auf einem Ständer für 2 Katana.
  • Tameshigiri-Training: Ein funktionales Katana aus 1060 oder T10 mit Bo-Hi-Nut für leichte Balance.
  • Historische Rekonstruktion: Ein Tachi-Stil-Katana mit starker Krümmung, passend zu Kamakura-Zeit-Darstellungen.
  • Anime-Inspiration: Klingen aus Manga und Anime-Serien, Stücke aus unserer Anime-Schwerter-Kollektion, etwa die Demon Slayer Kollektion, One Piece Kollektion oder Bleach Kollektion.
  • Dekoration: Ein Einstiegs-Katana aus der Einstiegs-Kollektion oder ein stilvoller Mini-Katana für Regal und Vitrine.

Handgeschmiedete versus maschinengefertigte Klingen

Unabhängig von der Katana-Art gilt: echtes Kulturgut ist immer handgeschmiedet. Ein maschinengefertigtes Tachi bleibt ein Wandschmuck, ein handgeschmiedetes Katana ist ein Werkzeug und Kunstwerk zugleich. Für den Einstieg empfehlen wir unseren Ratgeber Handgeschmiedetes Katana, für funktionale Schneidklingen unseren Ratgeber Scharfes Katana kaufen.

Individuelle Anfertigung einer spezifischen Katana-Art

Unser Katana-Konfigurator erlaubt die Bestellung einer individuellen Klinge nach Wunsch: Nagasa-Länge, Sori-Krümmung, Bo-Hi-Nut ja oder nein, Farbe der Tsuka-Wicklung, Tsuba-Motiv, Saya-Lackierung. Fertigungszeit 4 bis 8 Wochen. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber Katana konfigurieren.

Häufige Fragen zu Katana Arten

Welche Arten von Katana gibt es?

Die sieben wichtigsten Arten japanischer Schwerter sind Tanto (unter 30 cm), Wakizashi (30 bis 60 cm), Katana (60 bis 73 cm), Tachi (75 bis 90 cm, stärker gekrümmt), Nodachi oder Odachi (über 90 cm), Ninjato (gerade Klinge, 50 bis 60 cm, historisch umstritten) und Chokuto (vor-heianzeitliches gerades Schwert).

Was ist der Unterschied zwischen Katana und Tachi?

Das Tachi ist älter, stärker gekrümmt, länger und wurde mit der Schneide nach unten an der Hüfte aufgehängt, vor allem für den Kampf zu Pferd. Das Katana entstand in der Muromachi-Zeit, ist weniger stark gekrümmt und wird mit der Schneide nach oben in den Obi gesteckt, was einen schnellen Iai-Zug-Schnitt ermöglicht.

Ist ein Wakizashi ein Katana?

Nein. Ein Wakizashi ist ein eigenständiger Schwerttyp mit Nagasa 30 bis 60 Zentimeter, kürzer als ein Katana. Es wurde traditionell parallel zum Katana getragen und bildete gemeinsam mit ihm das Daisho-Paar des Samurai.

Wie heißt das japanische Schwert der Ninja?

In der populären Kultur als Ninjato bekannt, ein gerades Schwert mit Nagasa 50 bis 60 Zentimeter und quadratischer Tsuba. Historisch ist die Existenz eines eigenen Ninja-Schwerts nicht eindeutig belegt, Ninja nutzten wahrscheinlich Katana oder Wakizashi.

Was ist ein Daisho?

Daisho bedeutet wörtlich Großes-Kleines. Es bezeichnet das Schwertpaar des Samurai: ein langes Daito (meist ein Katana) und ein kurzes Shoto (meist ein Wakizashi). Das Tragen des Daisho war von der Edo-Zeit bis zur Meiji-Restauration 1868 ein exklusives Privileg der Samurai-Klasse.

Gibt es weibliche Samurai-Schwerter?

Die Waffe der Onna-Bugeisha (weibliche Kriegerinnen der Samurai-Familien) war traditionell die Naginata, eine Stangenwaffe mit gekrümmter Klinge. Tanto waren als Selbstverteidigungsklinge für Frauen im Haus ebenfalls verbreitet.

Was ist die beste Katana Art für Anfänger?

Ein klassisches Katana (Uchigatana) mit Nagasa 68 bis 70 Zentimeter, Sori 1,5 bis 2 Zentimeter, aus 1060 Carbon Steel, differenziell gehärtet, Preisbereich 289 bis 389 Euro. Nicht zu schwer, handlich, stilistisch authentisch. Siehe unsere Einstiegs-Kollektion.

Wie lang ist ein Katana genau?

Die Klingenlänge (Nagasa) eines Katana beträgt traditionell 60 bis 73 Zentimeter, üblich sind 68 bis 71 Zentimeter. Gesamtlänge mit Tsuka: 95 bis 105 Zentimeter. Gesamtgewicht: 950 bis 1300 Gramm.

Was ist ein Shinsakuto?

Shinsakuto bezeichnet moderne Katana-Klingen, die nach traditionellen japanischen Techniken geschmiedet wurden, aber in der Neuzeit (ab etwa 1950) entstanden sind. Im Gegensatz zu antiken Koto- oder Shinto-Klingen sind Shinsakuto für den aktuellen Sammlermarkt und das moderne Iaido konzipiert.

Kann ich ein echtes antikes Katana in Deutschland kaufen?

Antike Koto- oder Shinto-Katana (vor 1876) sind als Kulturgüter eingestuft und unterliegen strengen Exportregelungen aus Japan. Der Besitz in Deutschland ist zulässig, der Erwerb erfolgt über spezialisierte Auktionshäuser. Preise ab 10.000 Euro für mittlere Qualität.

Welche Katana-Art ist für ein Daisho am klassischsten?

Das klassische Daisho besteht aus einem Katana mit Nagasa 68 bis 71 Zentimeter und einem Wakizashi mit Nagasa 45 bis 55 Zentimeter. Beide Klingen sollten im selben Stil gefertigt sein, mit passender Koshirae in übereinstimmenden Farben und Mustern. Unser Katana-Konfigurator ermöglicht die Fertigung eines stilistisch abgestimmten Sets.

Warum wird das Katana mit der Schneide nach oben getragen?

Die Tragweise des Katana mit der Schneide nach oben im Obi ermöglicht den Iai-Zug-Schnitt, eine einzige fließende Bewegung vom Zug aus der Saya bis zum vollendeten Schnitt. Das Tachi, getragen mit der Schneide nach unten, erforderte zwei Bewegungen: Zug und separater Schnitt. Die Effizienz der Katana-Tragweise machte sie in der Muromachi-Zeit zum Standard und verdrängte das Tachi aus dem praktischen Gebrauch.

Gibt es spezielle Katana-Arten für das moderne Iaido-Training?

Ja, für das moderne Iaido-Training wird ein Iaito genutzt, ein stumpfes Übungsschwert mit der Nagasa eines Katana (60 bis 73 cm). Es ist in Aluminium-Zink-Legierung gefertigt, nicht in Hochkohlenstoffstahl, damit keine Verletzungsgefahr im Dojo besteht. Details dazu finden Sie in unserem speziellen Ratgeber Iaito kaufen.

Wie viele Katana-Arten muss ein ernsthafter Sammler besitzen?

Ein klassischer Sammler strebt ein Daisho (Katana plus Wakizashi) an, ergänzt durch ein Tanto für die kleinen Formen. Wer die Stilrichtungen studieren möchte, erweitert mit einem Tachi und gegebenenfalls einer Nodachi. Fünf Stücke decken die wichtigsten Kategorien ab. Budget-Orientierung: ab 1500 Euro für ein komplettes Einstiegs-Set.

Mehr zum Thema finden Sie in unserem Ratgeber-Blog, in der vollständigen Katana-Kollektion oder auf der Startseite. Für den Einstieg in die Schwertkunde empfehlen wir den Ratgeber Katana für Anfänger.

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